Wenn Stillsitzen zum Entspannen nicht Deins ist
Du hast es versucht. Meditation. Autogenes Training. Progressive Muskelentspannung. Yoga. Und trotzdem ist Dir die Einkaufsliste durch den Kopf geschwirrt. Oder der Termin morgen früh. Oder das Gespräch von vorhin, das Du noch nicht verdaut hast. Und irgendwann hast Du gedacht: „Ich glaub‘, ich bin entspannungsresistent…“
Nö. Du bist nicht falsch verdrahtet. Wenn Du beim Stillsitzen nicht zur Ruhe kommst, brauchst Du eben etwas anderes, um Dein Nervensystem von: „Alarm: Kämpfen oder Flüchten“ auf „Entwarnung und Kräfte sammeln“ umschalten (und Dich entspannen) zu lassen.

Und wenn Du nur ein paar Minuten zwischendrin hast…
Qigong ist einer der Grundpfeiler der Traditionellen Chinesischen Medizin. Neben dem gesundheitlichen Aspekt dient es auch dazu, den Geist zur Ruhe zu bringen. Dabei geht Qigong einen ganz anderen Weg als die „stilleren“ Entspannungstechniken. Es verbindet Bewegung, Atmung und Aufmerksamkeit.
Du konzentrierst Dich auf die Bewegungen. Auf die Muskeln, die dabei gerade arbeiten. Wie sie sich anspannen und wieder entspannen. Du bemerkst, wie weit Deine Arme eigentlich reichen. Wie sich das Gefühl in den Beinen verändert, wenn Du tief in die Knie gehst.
Wie atmest Du? Langsam und tief oder schnell und flach?
Die Bilder, die Du Dir zu den Übungen vorstellst,verändern etwas. Du bewegst Dich gleich ganz anders, wenn Du Dir vorstellst, Du würdest eine Glaskugel ins Licht halten – und nicht einfach nur die Arme hebst.
Körper und Kopf sind gleichermaßen sanft beschäftigt – und plötzlich merkst Du, dass die Einkaufsliste aus dem Sinn ist.
Weil einfach kein Raum mehr für sie da ist.
